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kreiszeitung.de
17. Februar 2010
„In Kölle jebützt“ – Bei jedem Wetter
Der Spielmannszug Reinigen-Dielingen war auch in diesem Jahr wieder von Jecken umzingelt: Zum 19. Mal nämlich liefen sie beim Kölner Karneval mit. Nächste Jahr ist dann Jubiläum.
Bei der Abfahrt am Valentinstag fuhr der Bus wegen der Witterungsverhältnisse schon um 5 Uhr an der Schießhalle in Dielingen los. Doch die Autobahnen waren recht gut zu befahren, so dass die Spielleute schon um 8 Uhr in Remscheid frühstücken konnten.
Hier schneite es, auch war es sehr kalt. Aber dann, mit den eigenen Kostümen der College-Abgänger und viel Vorfreude bestückt, starteten die Dielinger in der Vorgruppe um 10.30 Uhr mit dem „Schull- und Veedelszöch“. 45 Spielleute waren am „Spektakel“ beteiligt. Mit einigen Stopps zwischendurch führten die Dielinger die Jecken ins Ziel. Nach dem Brötchen am Bus und dem obligatorischen Abendessen in der Jugenherberge Köln-Deutz zogen die verschieden kostümierten Narren durch die Stadt, deren Kneipen, Straßen und Plätze.
Am Montag wurde mit etwas weniger Hektik in den Tag gestartet, da die Dielinger erst um 11.30 Uhr bei der Gruppe sein mussten. Dies war die KG UHU von 1924, die an Nr. 39 starten sollte. Nach der Erbsensuppe und einem Freigetränk am Treffpunkt musste allerdings wieder gewartet werden. Aber auch diese Zeit wurde durch die Spielleute überbrückt. Denn so konnten sie noch ein bisschen feiern. Die Dielinger hatten nämlich in diesem Jahr ein Geburtstagskind dabei, das seinen 30. Geburtstag dieses Jahr lieber unter vielen bunten Jecken in Köln feierte: Barbara Uetrecht.
Um 14.30 Uhr ging es endlich los. Mit den UHU’s, dem Dellbrücker Boore und dem Schnäuzer Ballett, nahm der Rosenmontagszug unter dem Motto „In Kölle jebützt“ seinen Lauf. Die Straßen waren voll mit gut gelaunten Narren. Es wurde gesungen, geschunkelt und natürlich gebützt. Hierfür gab es für einen der Spielleute eine extra „Bützekaat“. Schon um 17.15 Uhr tauchte das Schild „Werfen einstellen“ auf.
Nächstes Jahr feiert der Spielmannszug Reiningen-Dielingen ein kleines Jubiläum. 20 Jahre Kölner Karneval. Und dafür sind die ersten Planungen angelaufen, denn sowohl der 73-jährige Routinier als auch die jüngeren Neulinge möchten nächstes Jahr wieder los.
den Original-Bericht finden Sie unter: www.kreiszeitung.de vom 17. Februar 2010
16. Februar 2010
Schunkeln auf Japanisch
Eine gelungene Premiere hatte die erste Autohaus-Sitzung in Gronau: Chef Stefan Karst hatte geladen und konnte rund 400 Gäste empfangen.
Neben den Abordnungen vieler Karnevalsvereine mischte sich dabei auch Prominenz unter die Jecken. So zeigte sich der neue Toyota-Präsident Toshiaki Yasuda sehr geübt im Schunkeln. Auch der Arzt der Fußball-Nationalelf, Josef Schmitt, ließ es sich gut gehen. Wenn er in Südafrika die Wehwehchen von Poldi, Schweini oder Klose heilt, könnte er ihnen beispielsweise vom Auftritt der Kammerkätzchen und Kammerdiener erzählen. Akrobatisch legten die sich auf der Bühne ins Zeug. Weniger akrobatisch, dafür aber stimmgewaltig heizten die Flöckchen ihrem Publikum ein. Die Dellbrücker KG Uhu war ebenfalls mit ihren Abteilungen angereist, um sich ihre Wagen für die heißen Tage der Session abzuholen. Gastgeber Stefan Karst betonte: „Wir wollen hier keinen Gewinn machen. Deshalb geht jeder Euro an den Verein zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums.“ Die Chefs wird es freuen. Und die Gronauer haben ebenfalls Grund zur Vorfreude: Die zweite Auflage der Autohaus-Sitzung im kommenden Jahr ist beinahe schon beschlossene Sache.
Silber gab es für den Damensitzungspräsidenten der KG UHU Jürgen Köber. Denn der leitet die Sitzung nunmehr seit exakt 11 Jahren und die ist ein großer Erfolg. Also schenkte man Köber das silberne Verdienstabzeichen des Festkomitees Kölner Karneval. Regierungspräsident Lindlar kam mit den Hennefer Stadtsoldaten vorbei.
Denn die zogen zuerst mit den Schnäuzer Pänz bei der Damensitzung der KG UHU am heutigen Sonntag auf. Zum letzten Mal in dieser Session leiteten Zita Heuser und Norbert Andersch in dieser Session die Kindertanzgruppe der KG UHU und geben nach über 10 Jahren das Zepter weiter. Wer das sein wird, steht aber zur Zeit noch nicht fest, zumindest öffentlich.
Die Dellbrücker Damen, die die Gesamtschule Holweide rockten, feierten mit den Boore, Jürgen Beckers, dem Kölner Dreigestirn, dem Schnäuzer Ballett, den Bläck Fööss, Bernd Stelter, Brings der Stattgarde Colonia Ahoj und den Paveiern.
Fotos: Andi Goral
den Original-Bericht finden Sie unter: www.report-k.de vom 17. Januar 2010
Kölsche Fastelovend - Das Webportal zum Kölner Karneval
07. Februar 2010
Dellbröcker Boore-Weechter Sitzung
Heute fand in Köln-Holweide die diesjährige „Weechter-Sitzung“ der KG UHU von 1924 e. V. statt. Das ausverkaufte Haus feierte die Sitzung mit Begeisterung und Enthusiasmus bis in den frühen Abend und die Party ging anschließend im Foyer noch weiter. Zu Anfang begeisterten den Hennefer Stadtsoldaten, die vom Kölner Regierungspräsidenten Hans-Peter Lindlar im vollen Ordonat begleitet wurden.
Der Prinz des Kölner-Dreigestirns wurde von der KG UHU mit einem vollständigen Minischnäuzer-Kostüm sowie einer Mitgliedschaft für den kleine Matteo beschenkt. Ebenfalls zum UHU-Mitglied wurde noch auf der Bühne der Prinzenführer Rüdiger Schlott. Der erste Vorsitzender der KG UHU, Dieter Friedmann setzte Rüdiger nach erfolgter Unterschrift unter dem Mitgliedsantrag und unter dem Beifall der anwesenden Weechter, die Vereinsmütze der KG UHU von 1924 e. V. auf den Kopf. Somit stellt die KG UHU von 1924 e. V. zum wiederholten Mal auch den amtierenden Prinzenführer.
Der 2. Vorsitzende der KG UHU, Jürgen Köber wurde für 11 Jahre ununterbrochenen Weechter-Sitzungsleitung von Uwe Brüggemann vom Festkomitee mit dem silbernen Verdienstorden ausgezeichnet.
Das gesamte Programm lautete wie folgt: Hennefer Stadtsoldaten, die Schnäuzer Pänz, die Boore, Jürgen Beckers als "Ne Hausmann", das Kölner Dreigestirn, Dellbröcker Boore Schnäuzer Ballett, Die Bläck Fööss, Bernd Stelter, Brings, StattGarde Colonia Ahoj und die Paveier.
Insbesondere die StattGarde Colonia Ahoj ließ zum Ende der Sitzung die Herzen und die Stimmung der Weechter noch einmal höher schlagen. Die Rufe nach Zugabe wollten kein Ende finden ...
Tanzpaar-Wahl: Freudentränen über eine noble Geste
Hattrick für die Bürgergarde „blau-gold“: Andrea Ehrhardt und Stefan Schadek haben zum dritten mal in Folge die Tanzpaar-Wahl der Rundschau gewonnen. Beim Sternmarsch werden sie vom Dreigestirn auf der Bühne des Alter Markts geehrt.
Dieses Lachen ist ansteckend. Andrea Ehrhardt ist einfach nur glücklich: Zusammen mit ihrem Tanzoffizier Stefan Schadek hat sie die Tanzpaar-Wahl der Rundschau gewonnen. Für das Aushängeschild der Bürgergarde „blau-gold“ ist es ein besonderer Triumph. Zum dritten Mal hintereinander sind Ehrhardt und Schadek von den Rundschau-Lesern zum „Tanzpaar der Session“ gewählt worden. Das hat vor ihnen noch kein jeckes Duo geschafft.
Jubel auch bei der Ehrengarde: Stefanie Zander und Hubert Michels, die 2006 gewonnen hatten, kamen auf den zweiten Platz. Dritte wurden die Zweitplatzierten aus dem Vorjahr: Kathrin Arnold und Christian Bergsch vom Reiterkorps Jan von Werth. „Das ist ja ein Platz schlechter“, witzelte Christian Bergsch. „Es ist toll, so eine Bestätigung zu bekommen. Wir freuen uns.“
Bei unseren Lesern stieß die Tanzpaar-Wahl auf ein reges Interesse. 16 810 Stimmen gingen per Post, Telefon und übers Internet ein, 3411 mehr als im Jahr zuvor. Und: So knapp wie dieses Mal war es noch nie. Jan von Werth schaffte es mit nur einer Stimme Vorsprung auf das Dellbröcker Boore Schnäuzer Ballett aufs Treppchen. „Wir haben die goldene Ananas gewonnen“, stellte Dieter Theißen fest, der mit Bert Lünenbach das einzige Männer-Duo bildet. „Schade! Aber da kann man nichts machen.“
Kann man doch: Als Andrea Ehrhardt davon hörte, fasste sie spontan einen Entschluss: „Wir haben schon zwei wunderschöne Sieger-Orden bekommen. Deshalb verzichten wir in diesem Jahr auf unseren, wenn dafür das Dellbröcker Boore Schnäuzer-Ballett einen bekommt.“ Die Marie und ihr Tanzoffizier zeigen ein großes Herz: „Wir kennen die Boore zwar nicht, aber mit einer Stimme am Podest vorbeizuschrammen - das hat keiner verdient.“ Wenig später gibt es Freudentränen in Dellbrück: „Das kann nicht wahr sein“, sagt Dieter Theißen leise. „Jetzt muss ich schlucken.“ Dies sei einer der schönsten Momente in seiner langen jecken Karriere. Und so kommt es, dass beim Sternmarsch am Karnevalsfreitag, den die Rundschau präsentiert, gleich vier Tanzpaare gegen 18 Uhr auf der Bühne am Alter Markt geehrt werden. Das Dreigestirn wird die Orden aus dem Hause Kreiten höchstpersönlich überreichen.
Gar nicht glauben wollte es auch Werner Dick, als er bei sich zu Hause im Kölner Norden den Hörer abnahm und hörte, was er gewonnen hatte: „Eine Fahrt im Rosenmontagszug? Das gibts doch nicht!“ Für den 62-Jährigen, der bei der Tanzpaar-Wahl mit abgestimmt hatte, geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Ich war früher mal im Tanzkorps der Großen KG Worringen aktiv“, erzählt der Gewinner des Hauptpreises. „Aber auf einem Festwagen im Rosenmontagszug bin ich noch nie mitgefahren.“
Die Gewinnerin des zweiten Preises reagierte ebenfalls völlig baff: Möchten Sie gerne von der Tribüne eines Nobelhotels den Rosenmontagszug verfolgen und dabei lecker essen und trinken? Silvia Pütz aus Brühl würde unheimlich gerne: „Aber das ist wahrscheinlich zu teuer.“ Als sie erfuhr, dass dies ihr Gewinn ist, war die Brühlerin aus dem Häuschen. „Ich fasse es nicht“, rief Pütz durchs Telefon. „Und ich muss wirklich nichts bezahlen?“ Nee, geht klar.
Wolfgang Niedecken ist kein Fan vom Kölner Karneval. Da verreist der Chef der Rockband BAP oft, auch nach Afrika. Jetzt ist er Mitgestalter von zwei Wagen für den Rosenmontagszug. Woher kommt dieser Sinneswandel?
Jedes Jahr, erzählt Wolfgang Niedecken, häufen sich zum Jahresende im BAP-Büro die Anfragen mit Interviewwünschen, in denen der Chef der Rockband seine Aversion gegen den Kölner Karneval darlegen soll. Auf dem 1982 erschienen Album hatte er seine Haltung im Lied „Nit för Kooche“ formuliert. Jetzt ist er ein Mitgestalter von zwei Wagen für den Rosenmontagszug. Woher dieser Sinneswandel?
„Das war noch vor der Erfindung der Stunksitzung“, erklärte Niedecken - also „verdammp lang her“. „Seither schleppe ich das Thema mit mir rum.“ Im Grund sei das Eis aber seit der Stunksitzung bereits gebrochen. Seine ganze Familie sei allerdings karnevalsverrückt, und mit seinen Söhnen habe er - getarnt in einem Plumeau als „Gespenst“ - auch live den Zoch angeschaut, wie seinerzeit als Kind im elterlichen Haus an der Severinstraße. Das hat sich später gewandelt: „Da hatte ich mit Karneval nicht furchtbar viel am Hut.“ An Karneval verreist er oft, auch nach Afrika, wo er besonders die Wiedereingliederung der Kindersoldaten zu seinem Thema machte.
Wolfgang Niedecken und Christoph Kuckelkor
Foto: Kölnische Rundschau / Gauger
Als Zugleiter Christoph Kuckelkorn auf ihn zukam und ihm anbot, für den Zoch ein Thema vorzuschlagen, „das ihm auf der Seele brennt“, kam das sehr unerwartet. Ebenso erschien es ihm wie eine wunderbare Chance, die Menschen anzuschubsen, sich mit dem Materie auseinanderzusetzen. „Aber das sind ja Stimmungskillerthemen. Wie konnte man das noch erträglich gestalten, aber auch die Finger in Wunde legen?“ Dabei halfen zwei Profis: Wagenbauer Dietmar Willms, der beide Entwürfe schuf, und sein Kollege Edgar Hillebrenner. Was Niedecken erzählte, setzten sie so perfekt um, dass der Sänger nur noch Details korrigieren musste. Kuckelkorn begleitete den Prozess. Was daraus in der Wagenbauhalle entstand, nennt Niedecken begeistert „Kunstwerke“. Die KG Uhu und die Luftflotte werden die Wagen durch Köln fahren. Auf einem Entwurf („weckjezäppt“) schaltet ein Ehepaar das TV-Programm aus, das Kindersoldaten zeigt, der andere („Dä Sponsor kütt“) spielt auf die Profiteure aus der „Ersten Welt“ an, die Menschen und Bodenschätze (etwa Coltan für Handys) in Afrika ausbeuten. Wolfgang Niedecken wird sich den Zoch live angucken, vielleicht unkenntlich kostümiert in einer Burka. Er hätte auf dem Wagen des Zugleiters im Rosenmontagszug mitfahren sollen („meine Frau hat ,hurra geschrien“), doch er zog sich einen Innenbandriss am Knie zu. Doch Kuckelkorn schob bereits eine Einladung für 2011 nach. BAP, schwor der Bandchef, werde nie im Karneval auftreten. Doch auf dem Zug-Richtfest werde er den Festkomitee-Orden bekommen: „Das muss er erdulden.“
Diese Überraschung ist gelungen: Wolfgang Niedecken, BAP-Frontmann und bekennender Karnevalsflüchtling, hat die zwei Geheimwagen erdacht, die am Freitag vorgestellt worden sind. Und es wird politisch: bei beiden geht es um das Thema Afrika.
„Nit för Kooche“ - aber für Afrika: Dem Festkomitee Kölner Karneval ist es gelungen, BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken als Ideengeber für zwei Persiflage-Themen im Rosenmontagszug zu gewinnen. Der bekennende Karnevalsflüchtling hatte 1982 mit einem gleichnamigen Lied den Eindruck erweckt, als wollte er um keinen Preis etwas mit dem organisierten Karneval zu tun haben.
„Das ist jedoch in einer ganz anderen Situation entstanden - und wirklich verdammt lang her“, rechtfertigte Niedecken seine Zusage zu der wohl überraschendsten Zusammenarbeit im Karneval. So konnte Zugleiter Christoph Kuckelkorn „das Idol meiner Jugendzeit“ am Freitag als Ideengeber zweier Geheimwagen präsentieren, deren Themen im Karnevalsmuseum vorgestellt wurden.
Einer der beiden Geheimwagen, die von Wolfgang Niedecken erdacht wurden, zeigt ein Wohlstands-müdes Ehepaar,
das versucht, an Afrika-Problemen wie Flüchtlingsbooten und Aids vorbeizuschalten.
BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken goes Karneval:
Von ihm stammt die Idee für die beiden Geheimwagen zum Thema Afrika.
Der zweite Wagen mit einer Darstellung von Industriemagnaten und Politbossen,
die sich dank Kinderarbeit die Taschen voll machen. (Bilder: Worring)
Der eine Entwurf wird an 37. Stelle im Zoch erwartet und zeigt ein Wohlstands-müdes Ehepaar, dass Afrika-Probleme wie Flüchtlingsboote und Aids versucht weg zu „zappen“. Der zweite folgt als nächster Persiflage-Wagen mit der Nummer 39 mit einer Darstellung von Industriemagnaten und Politbossen, die sich dank Kinderarbeit die Taschen voll machen. Die Aktion, für die sich Niedecken engagiert, kümmert sich unter anderem um die Wiedereingliederung von Kindersoldaten und klärt über die Zusammenhänge von Krieg und wirtschaftlicher Bereicherung durch die „erste Welt“ auf. Mit den beiden Wagen will er einen Finger in eine Wunde legen, aber niemanden die Stimmung verderben. „Auch bei mir ist manchmal der Bedarf an Grausamkeiten gedeckt. Ich schließe mich da gar nicht aus.“
Weil sich Kuckelkorn das Thema Afrika gewünscht hatte, hatte er Niedecken als langjährigen Botschafter der Aktion „Gemeinsam für Afrika“ als fachlichen Berater angefragt - und der sagte zur Überraschung aller zu. Auch für Niedecken kam das Angebot unerwartet. Für ihn sei das Thema seiner angeblichen Feindschaft zum Festkomitee „schon lange gegessen“. Der Künstler schwärmt von einer Kindheit am Severinstor, wo er vom Fenster aus den Zoch verfolgte - und das er vor allem das Spiel um „Jan und Griet“ und die Nubbelverbrennung liebte. Er erinnert daran, dass er sogar einmal bei der alternativen Sitzung namens „Schnieke Prunz“ auf der Bühne stand - und wirkt nun erleichtert: „Da waren viele Klischees im Umlauf.“
26. Januar 2010
Schäuzer-Jalla - Karneval ist eben eine Herzenssache
Das Uhu-Jungvolk hat eine festliche Gala-Sitzung besucht. Die Art der Karnevalssitzung, wie sie die „Schäuzer-Jalla - Die Sitzung der leisen Töne“ bietet, erlebt eine Renaissance.
Die Karnevalssitzung hat noch nicht angefangen, doch Laura Friedmann entdeckt schon den ersten schlechten Scherz: „Hast du das mal gelesen? Wo bin ich denn hier?“, sagt sie zu ihrem Sitznachbarn und zeigt ihm die Getränkekarte: Eine kleine Cola kostet 3,10 Euro, eine Flasche Wasser 5,90 Euro und überhaupt: Es gibt überwiegend Wein, die billigste Flasche für knapp 20 Euro. „Was soll ich denn trinken?“, klagt die 21-Jährige. Auf der letzten Seite der Karte dann die Erlösung: Es gibt Kölsch! Das aber nur in 5-Liter-Fässchen für 44,50 Euro. Gut, dass die Jura-Studentin Mitglied bei den J'Uhus ist, der Jugendabteilung der KG Uhu. Denn kurzerhand kaufen die jungen Karnevalisten zwei Fässchen aus der Club-Kasse.
Es kann losgehen. Mit rund 25 Jugendlichen und jungen Erwachsenen sitzt Laura am J'Uhu-Tisch. Im Kongresssaal der Messe soll es dieses Mal etwas ruhiger zugehen: Die KG Uhu feiert ihre erste „Schäuzer-Jalla - Die Sitzung der leisen Töne“. Wir wollen miterleben, wie junge Leute mit einer Sitzungsart zurecht kommen, wie sie vor 20 Jahren langsam auszusterben schien und jetzt eine Renaissance erlebt.
Während auf der Bühne der Jugendchor St. Stephan die Sitzung in bunten Shirts eröffnet, sieht es im Publikum etwas farbloser, aber eleganter aus. Ganz nach Kleiderordnung sind auch die J'Uhus in Abendgarderobe gekommen. „Einmal im Jahr machen wir auf schick“, sagt Laura, die Gern noch mal ihr dunkelrotes Abikleid trägt. Auch Fabian Gutena (24) gefällt die etwas elegantere Sitzung: „Es ist schön, weil es mal etwas anderes ist, ein Kontrastprogramm sozusagen.“ Denn ganz die Welt der J'Uhus ist das nicht.
Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder, um vor allem eines zu planen: ihre Karnevalsparty im Festzelt auf dem Dellbrücker Marktplatz. „Ich fand das so genial, dass ich Mitglied geworden bin“, erklärt Fabian, der „Eltern ohne karnevalistischen Hintergrund“ hat. „Ich bin im Uhu groß geworden“, sagt dagegen Laura, während sie unbeeindruckt vom Besuch des Dreigestirns in die Pause geht. Bützchen hier, Pläuschchen da - die Tochter des 1. Vorsitzenden der KG Uhu kommt nur langsam bis ins Foyer. Doch das hat einen Vorteil: „Weil man hier viele Leute kennt, heißt es oft: ,Hier hast du ein Kölsch, lass uns anstoßen.'“
Gebützt und mit einem Kölsch in der Hand geht es zurück. Wicki Junggeburth steht schon auf der Bühne - sehr zur Freude der J'Uhus. „Er ist der Hammer“, sagt Laura und steht mit den anderen auf, um „Eimol Prinz zo sin“ textsicher mitzusingen. Da weiß man, was Laura meint, wenn sie Karneval „eine Herzenssache“ nennt. Letzte Session schaute sie den Rosenmontagszug sogar per Livestream im Internet, weil sie auf einer Argentinienreise war. „Nie wieder“ will sie an den jecken Tagen im Ausland sein, denn: „Ohne Karneval geht es nicht.“
Kölsche Fastelovend - Das Webportal zum Kölner Karneval
26. Januar 2010
23.01.: UHU-Schnäuzer-Jalla
Neues Format bei der K.G. UHU: Anstatt der alljährlichen UHU-Prunksitzung fand heute erstmalig die "UHU Schnäuzer-Jalla" im Congress-Saal der koelnmesse statt. Bei der Jalla handelt es sich um ein Sitzungsformat, welches an die bekannten "Flüstersitzungen" angelehnt ist, sich jedoch UHU-like natürlich davon auch wiederum unterscheidet. Die K.G. UHU betrat mit der Programmgestaltung erfolgreich Neuland!
Das Publikum war begeistert und überaus aufmerksam bei den einzelnen Beiträgen, bei denen es oft auf die einzelne Silbe der Rede ankam um die Pointe mitzubekommen. Als Gag waren auf allen Tischen kleine Schäuzer Masken ausgelegt, mit denen die Sitzungsgäste die Künstler von der Bühne verabschiedeten, in dem sich alle die Masken vor das Gesicht hielten.
Das Programm konnte sich sehen lassen: Zur Eröffnung zog der Elferrat mit dem Kölner Jugendchor St. Stephan ein, der durch ein nicht mehr ganz so jugendliches Mitglied in der zweiten Reihe verstärkt wurde ... Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach hatte sich mit eingeschmuggelt und sang mit - "nicht schön, aber laut", wie UHU-Pressesprecher Axel Wölk zu berichten wusste. Mit Carl Plückthun als "Ne Extrem-Bergsteiger", Fuhrmann & Kulik, den Tanztheater "Poppelsdorfer Schloßmadämchen und Schloßjuncker", dem Kölner Dreigestirn und den Rabaue ging es durch die erste Abteilung.
Wicky Junggeburth mit seinen Couplets und das Dellbröcker Boore Schnäuzer-Ballett eröffneten die zweite Abteilung. Peter Ulrich und Steffi Brand vom Kölner Hänneschen Theater begeisterten mit einer Homage an die "Doof Noss" Hans Hachenberg, den sie vorher um Erlaubnis und Rat für den Redebeitrag gefragt hatten. Peter Ulrich sprach den Text und Steffi Brand spielte die Puppe der "Doof Noss" hinter einer kleinen Puppenbühne, die extra aufgebaut wurde. Die A-capella-Formation "Wanderer" und die Domstädter Köln sorgten mit ihren Beiträgen dafür, dass der ganze Saal zu den bekannten Karnevalsliedern herrlich mitsingen konnte.
Dat wor 1975 en janz dolle Idee vom damaligen Vürsitzenden Heiner Mühr“, sagte Willi Hölzgen, Präsident der Dellbrücker KG Uhu, bei der Boore-Sitzung in der Holweider Gesamtschule. Mühr, einst Prinz und Festkomiteepräsident, der bei der traditionellen Frikadelle-Sitzung in der ersten Reihe saß, freute sich sichtlich.
Vor 35 Jahren hatte er als Parodie auf die Tänze der Korpsgesellschaften das „Dellbröcker Boore-Schnäuzer-Ballett“ begründet, das aus dem Fastelovend nicht mehr wegzudenken ist. 35 Jahre später begeistert die Truppe, zu deren Aushängeschildern das Tanzpaar mit Bert Lünenbach und Dieter Theißen (Tring vun d'r Kohjass) sowie das Zebra (Uwe Leising und Norbert Kleiner) zählen, mit einem Zehner-Tanz.
Wie in den Anfangstagen werden die neun Traditionskorps parodiert. Da imitieren die Schnäuzer die Roten Funken und nutzen ihren rot-weißen Paraplü als Knabüs. Dann wird der Schirm zum Zabel der Blauen Funken oder der Jan von Werther. Die Idee die Märsche der Korps zu einem eigenen Tanz zusammenzuführen stammt von Hajo Felser, der das Training der Schnäuzer übernommen hat.
Ein Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht: Mit dem Schnäuzer-Pänz steht schon der Nachwuchs in den Startlöchern. Ursprünglich als Überraschung zum Silberjubiläum des großen Balletts gedacht war, gehen sie nun in die elfte Session. Die Kinder zwischen 6 und 15 Jahren - im Gegensatz zur großen Gruppe sind die Mädels klar in der Überzahl - tanzen meist zu Liedern der Paveier, die ja aus dem selben Veedel kommen.
Aushängeschilder des Schnäuzer-Balletts sind das Tanzpaar
(Bert Lünenbach und "Tring" Dieter Theissen) sowie das Zebra.
Lächelnd und mit viel Spaß zeigte der Nachwuchs – gestern 25 Kinder – in der Aula der Gesamtschule Holweide seine Tänze mit und ohne Regenschirm. Da merkte man wie viel Spaß den Kindern Karneval macht. Der Saal voll besetzt bis auf den letzten Platz bei der Kostümsitzung der KG UHU.
Zuvor waren die schmucken Reiter von Jan von Werth auf die Bühne galoppiert und hatten mit ihren Aufzug die UHU´s in Stimmung geschunkelt. Klüngelköpp, Schlabber & Latz, das Schnäuzer Ballett, die Bläck Fööss, Klaus und Willi, die Funky Marys, Jupp Menth, die Luftflotte und die Paveier unterhielten die Gäste der KG Uhu. Bei der KG UHU gibt es einen neuen Trend im Pressereferat. Der Trend zum 2. Pressesprecher, was report-k.de fotografisch dokumentieren konnte. Der 2. Mann der UHU-Presse muss allerdings noch durch Tafeln auf sich aufmerksam machen.
Fotos: Andi Goral
den Original-Bericht finden Sie unter: www.report-k.de vom 17. Januar 2010
14. Januar 2010
Highlight Dellbröcker Boore & 3 Colonias
Zu einem Höhepunkt der ersten Hälfte geriet der Auftritt des "Dellbröcker Boore-Schnäuzer-Balletts". Ihre Idee, die neun Kölner Traditionscorps mit deren eigenen Märschen und Tänzen zu parodieren, ging glatt auf! Im Gegensatz zu Roten Funken, Ehrengardisten & Co. können die Dellbröcker Boore richtig gut tanzen! Das war Fastelovend pur und bekam einen Riesenbeifall.
"Achnes Kasulke" (Annette Esser), kommt als "die letzte deutschsprachige Putzfrau vor der Autobahn". Sie berichtet hauptsächlich von sich und ihrem "Erwin". Sie hätten Trennkost ausprobiert: der eine isst in der Küche, der andere im Wohnzimmer. Abnehmen sei nötig, denn H&M stehe ja für" Hager&Mager". So lieferte die Putzfrau eine Pointe nach der anderen, und dafür gab es viel Beifall.
"Die 3 Colonias" feiern ihr 33-jähriges Bestehen mit einem der besten Programme der letzten Jahre. Running Gag ist das Lied von der alten "Dampfeisenbahn - tsch, tsch". Sie nehmen sich das Volkslied "Horch, was kommt von draußen rein" vor die Brust und interpretieren es der Reihe nach in der Art von Drafi Deutscher, einem CSD-Vertreter, einem Engländer, auf die Art von Willibert Pauels und weihnachtlich. Ein großer Spaß! Und sie lassen das Colonia Duett wiederauferstehen. "Zimmermän, Du Ei" schallt es auf einmal wieder durch die Lautsprecher. Zitat: "Ich war beim AC/DC-Konzert im Stadion." "Mit Deinem Rollator?"
Sehr viel Beifall!
Foto: Klaus Michaels
den Original-Bericht finden Sie unter: www.radio-koeln.de vom 14. Januar 2010
12. Januar 2010
Blötschkopp Marc Metzger als lebendes Stehpult
Kölsche Fastelovend - Das Webportal zum Kölner Karneval
12. Januar 2010
10.01.: Herrensitzung der KG UHU
Heute fand in Köln-Holweide die erste Sitzung dieser Session der K.G. UHU von 1924 e. V. statt. Die Herrensitzung war mit über 500 Männern gut besucht aber dennoch nicht ausverkauft. Und auch hier gab es heute ein Ehrung für langjährige Verdienste um die K.G. aus Köln-Dellbrück.
Herbert Selbach, seit 1965 im Verein, wurde unter dem Jubel des Saales zum Ehrenratsherren der K.G. UHU von 1924 e. V. ernannt. Herbert Selbach verkauft seit Jahrzehnten die offiziellen Festabzeichen des Festkomitees Kölner Karneval. Mit Umsätzen von mehreren Hundert Euro pro Sitzung gehört er zu den besten Abzeichenverkäufern der Stadt. Während der Ehrung durch den ersten Vorsitzenden, Dieter Friedmann, war Marc Metzger noch auf der Bühne und fungierte spontan als Redepult des ersten Vorsitzenden. Er fiel auf die Knie und hielt die Urkunde zum Ablesen hoch (Foto).
Das weitere Programm für die Herren liest sich wie das "Who is Who" des rheinischen Karnevals: Die Fanfaren-Trompeter aus Erftstadt, Fritz Schopps als "Et Rumpelstilzje", die Rheinländer, Dieter Röder als "Ne Knallkopp", die Cöllner, die Tanzgruppe "Peppers" aus dem Westerwald, der schon erwähnte Marc Metzger als "Dä Blötschkopp", die Filue, Guido Hoss als "Mr. Feinripp" und die Räuber.
KG UHU: Neues aus dem Westerwald, Festabzeichenchefverkäufer und Ordensbützkaat
Da war der Schriftführer der KG UHU Frank Udelhoven nicht Hahn,
sondern Uhu im Korb der schönen Westerwälderinnen
Am Sonntag trafen sich die Herren der KG UHU in der Aula der Gesamtschule Holweide in Dellbrück um jeck zu feiern. Die Gäste die report-k.de in der Halbzeitpause befragte, waren alle samt und sonders hoch zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Veranstaltung. Literat Fischer probierte etwas Neues aus die Peppers aus dem Westerwald.
Wurde zum Ehrenratsherrn ernannt:
Herbert Selbach, der sich für die nächste Runde Festabzeichenverkauf
aus dem Siphon Kölsch von Pressesprecher Axel Wölk nachtanken ließ.
Und die machten bei den Herren, die dem Fotoshooting beiwohnten, schon mächtig Eindruck. Denn die 16 Mädels, die nicht ganz unbekannt auf Kölner Bühnen sind durch ihre Tätigkeit beim KrK, sehen in ihren blauen Kostümen sehr gut aus. Die Showtanzgruppe „de Peppers“ kommt aber nicht aus Holland wie man anhand des Namens vermuten könnte sondern aus dem etwa 60 km von Köln entfernten Buchholz. Und das ist wiederum in der Nähe von Neuwied. Zu den Uhus aus Dellbrück haben sie allerdings über die Künstleragentur alaaaf gefunden. Witzigerweise wollten die Damen schon auf der Häresitzung 2009 auftreten. Damals standen sie vor einer verschlossenen Aulatür und riefen den UHU-Literaten an. Der war erstaunt und erklärte, dass er sie erst für das nächste Jahr gebucht habe und heute einen andere Gruppe das Programm bestreite. Man könne aber gerne vorbei kommen, im Fall die anderen nicht kämen. Und so schauten die Peppers schon letztes Jahr das bunte Treiben an, traten aber noch nicht auf. So war das am Sonntag letztendlich doch noch eine Premiere.
Die Fanfarentrompeter aus Erftstadt trompeten die Sitzung ein, Fritz Schopps, die Rheinländer, Dieter Röder, die Cöllner, die Peppers, Marc Metzger, die Filue, Mr. Feinripp und die Räuber sorgten für die Stimmung. Der Festabzeichenchefverkäufer hatte auch an diesem Nachmittag mit seinem selbstgebastelten Bauchladen großen Erfolg. Die Lebkuchenkiste gibt es schon seit 20 Jahren und vorne links ist sogar ein Kölschglashalter eingbaut. Auch dieser ist natürlich Handarbeit. Ein Stück Zeichenrolle, dass im Innendurchmesser exakt passend für den sicheren Transport einer Kölschstange im wackeligen Bauchladen wurde gefunden und mit Tesaband befestigt. Herbert Selbach ist nämlich der beste Festabzeichenverkäufer der Gesellschaft. Seinen Trick hat er report-k.de verraten: Du musst die Dinge anbieten, dann werden sie auch gekauft.
Der Orden der KG Uhu mit Bützkaat, das dürfte einer der originellsten Sessionsorden sein.
Bützkaat am Orden
Den Uhu´s – übrigens bekannt für ihre exzellenten gestalterischen Ideen – ist zum Motto des diesjährigen Rosenmontagszuges wieder etwas ganz Besonderes eingefallen. Zwar stammt die Idee von den jungen Uhu´s die etwas ähnliches schon einmal im Dellbrücker Veedelszug zelebrierte. Jetzt hängt unter jedem Orden ein kleiner Abrissblock mit Bützkaate. Das ist wirklich jeck. Also wenn sie ein Uhu bützt, dann bützen Sie zurück, aber verlangen sie unbedingt auch eine Bützkaat. Schließlich will man ja wissen wer einen bützt, bzw. gebützt hat.
den Original-Bericht finden Sie unter: www.report-k.de vom 11. Januar 2010
Karneval-Plattform
11. Januar 2010
10.01.10: BOORE-SITZUNG NOR FÖR HÄRE
Am 10.01.2010 fand in Köln Holweide die erste Sitzung dieses Jahres der KG UHU von 1924 e.V. statt. Die Herrensitzung war mit über 500 Männern gut besucht, wenn auch leider nicht ganz ausverkauft.
Das Programm war gut besetzt. Neben den Fanfaren-Trompetern Erftstadt, dem Rumpelstilzje, den Rheinländern, Ne Knallkopp, Die Cöllner, den Peppers, einer Tanzgruppe aus dem Westerwald, dem Blötschkopp, den Filue und Mr. Feinrip traten auch die Räuber auf.
Unser Mitglied Herbert Selbach, seit 1965 im Verein, wurde unter dem Jubel des Saales zum Ehrenratsherren der KG UHU von 1924 e.V. ernannt. Herbert Selbach verkauft seit Jahrzehnten die offiziellen Festabzeichen des Festkomitees Kölner Karneval. Mit Umsätzen von mehreren Hundert Euro pro Sitzung gehört er zu den besten Abzeichenverkäufern der Stadt. Während der Ehrung durch unseren ersten Vorsitzenden Dieter Friedmann war Marc Metzger noch auf der Bühne und fungierte spontan als Redepult des ersten Vorsitzenden. Er fiel auf die Knie und hielt die Urkunde zum Ablesen hoch.